Was ist Gin? Wie wird Gin hergestellt?

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Gin – alles was Sie über die Trend-Spirituose wissen sollten

Was ist Gin eigentlich? Als Gin bezeichnet man eine bekannte, farblose Spirituose mit Wacholdergeschmack. Der Alkohol für die Grundlage eines Gins wird in der Regel aus stärkehaltigen Stoffen, wie Getreide oder Melasse erzeugt. Seinen einzigartigen Geschmack erhält die Spirituose nicht nur durch Wacholderbeeren, sondern auch durch die Aromatisierung mit anderen Stoffen, den so genannten Botanicals. Insgesamt dürfen an die 120 Zutaten als Aromen und Wirkstoffe verwendet werden. Laut EU-Verordnung muss ein Gin einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Volumenprozent aufweisen. Hochwertige Gins haben aber meist kaum unter 47 Volumenprozent.

Der Name des Destillats leitet sich vermutlich indirekt vom lateinischen Namen für Wacholder „Juniperus“ ab. Wobei manche Theorien auch darauf hindeuten, dass der holländische Genever als Namensgeber fungierte.

Wie wird Gin hergestellt?

Die Gin Herstellung ist ein komplexes und äussert umfassendes Thema, denn fast jeder Gin hat seine eigenen Merkmale. Am Anfang eines jeden Gins steht aber immer ein neutraler Brand, der meist aus Getreide oder Melasse hergestellt wird. Somit bildet eigentlich reines Ethanol den Grundstock für einen Gin, welches dann im weiteren Verlauf durch so genannte Botanicals aromatisiert wird. Um zur weiterführenden Destillation zugelassen zu werden, muss der Ethylalkohol über einen Alkoholgehalt von 96 Volumenprozent verfügen.

Die Destillation kann dann auf zwei Arten erfolgen. Entweder als Mazeration oder als Perkulation. Bei der traditionellen Art der Mazeration wird der Basisbrand mit Wasser verdünnt, so dass er nur noch 45 Volumenprozent Alkohol aufweist und anschliessend mit Wacholder und anderen Botanicals (Beeren, Früchte, Gewürze, Wurzeln, usw.) in die Brennblase eingelegt. Diese Tränkung kann bis zu mehreren Wochen dauern. Während dieser Zeit wird das ganze Aroma der Botanicals an den Alkohol abgegeben. Der Brennmeister entscheidet in dieser Zeit, wie oft Flüssigkeit abgeschöpft oder nachgegeben wird. Ein auf diese Weise hergestellter Gin, darf als „distilled“ verkauft werden.

Bei dem zweiten Herstellungsverfahren, der Perkulation, kommen die Botanicals im Gegensatz zur Mazeration nur indirekt mit dem Ethylalkohol in Berührung. Bei der Perkulation werden die Botanicals entweder in Siebeinsätzen, oder in einen „Gin-Kopf“ gefüllt und in der Brennblase platziert. Während der Destillation entzieht der Alkoholdampf den Botanicals ihre Aromen. Man erhält dadurch einen weitaus milderen Gin.

Wie im Hause Hendricks können aber auch beide Verfahren miteinander kombiniert werden. Aktuell gibt es durch die steigende Beliebtheit von Gin auch zahlreiche Versuche die Herstellungsverfahren zu verbessern bzw. neu zu gestalten. Grosses Potenzial hat vor allem die Vakuumdestillation, bei der die Aroma extrem schonend aus den Botanicals gelöst werden.

Hier ein kurzer Überblick über die bekanntesten Gin-Sorten?

Gin ist nicht einfach nur Gin. Jeder Kenner weiss, dass es unzählige Sorten gibt, welche sich auch deutlich voneinander unterscheiden.

Dry Gin:
Als Dry Gin bezeichnet man einen nicht gesüssten Distilled Gin, welcher ein sehr ausgeprägtes Wacholderaroma aufweist. Diese Art von Gin wird in einem zwei Stufen Verfahren hergestellt. Wann und welche Aromen dem Destillat beigefügt werden, hängt vom Hersteller ab.

London (Dry) Gin:
Diese Gin-Sorte ist die wohl bekannteste der Welt und wird für die meisten Gin-Cocktails verwendet. Der Name London steht dabei nicht für die britische Metropole, sondern für das Herstellungsverfahren. Diese Art von Gin kann also auch ausserhalb Londons hergestellt werden. Für einen London Gin gelten strengste Regelungen, so müssen z.B.: alle Botanicals vor der ersten Destillation beigemischt werden. Zudem sind künstliche Aromen strengstens verboten und auch Zucker darf nur in minimalem Ausmass zugefügt werden. Ein London Gin wird bis zu 3-Mal destilliert und erhält dadurch sein charakteristisches Aroma.

Old Tom Gin:
Er zählt zu den ältesten Gin-Sorten und wurde bereits im 16. oder 17. Jahrhundert erstmals hergestellt. Dieser Gin ist etwas süsslicher, da er nach der Destillation mit Zucker oder Sirup aufgebessert wird. Er eignet sich sehr gut als Basis für Longdrinks und Cocktails.

Plymouth Gin:
Dieser Gin darf ausschliesslich in Plymouth hergestellt werden. Er wird 3-Mal destilliert und schmeckt aromatisch süss, aber nicht annähernd so dominant nach Wacholder wie andere Gin-Sorten.

Genever:
Als Genever bezeichnet man die älteste Form des Gins, welche in den Niederlanden, Belgien und Norddeutschland noch populär ist. Der Genever wurde schon im Mittelalter als Medizin angepriesen. Er ist allerdings komplexer in der Herstellung als andere Gin-Sorten. Für ihn muss erst eine Maische aus Getreide gebrannt werden, danach folgt eine Destillierung aus Alkohol, Früchten und Kräutern. Erst am Schluss werden beide Komponenten gemischt.

New Western Dry Gin:
Diese Bezeichnung steht für neue Gin-Sorten, welche aktuell vermehrt am Markt auftauchen. Bei diesen Sorten haben die Hersteller sehr grossen Spielraum für neue Ideen und Interpretationen, das klassische Wacholder-Aroma spielt eine untergeordnete Rolle. Aufgrund des fehlenden Wacholder-Aromas wird in der EU noch debattiert, ob der New Western Dry überhaupt als Gin bezeichnet werden darf.

Sloe Gin:
Beim Sloe Gin handelt es sich um keinen klassischen Gin, sondern eher um einen Likör, welcher aus Schlehen hergestellt wird. Er verfügt über einen geringeren Alkoholgehalt zwischen 15 und 30 % und eignet sich für fruchtige Cocktail-Variationen.

Hier ein Überblick über die bekanntesten Gin-Hersteller:

  • Hendricks
  • Gordons
  • Gin Mare
  • Bombay
  • Monkey 47
  • Tanqueray
  • Gin Sul
  • The Botanist
  • Brooklyn
  • Beefeater

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Voll im Trend sind Cocktails auf Gin-Basis. Hier ein Überblick über die bekanntesten Gin-Cocktails und ihre Ingredienzien:

Gin Fizz:
Der Gin Fizz ist der Klassiker unter den Gin-Cocktails. Er ist sehr erfrischend und bringt das spezielle Gin-Aroma durch frisch gepressten Zitronensaft und Soda bestens zur Geltung.

Gin Tonic:
Wie der Gin Fizz ist auch der Gin Tonic ein weltweiter Klassiker. Das Lieblingsgetränk von Queen Mum setzt sich nur aus Gin und Tonic Water zusammen. Die Variationen sind enorm, da es weltweit ca. 55000 verschieden Sorten Gin und über 300 verschiedene Sorten Tonic Water gibt.

Negroni:
Der Negroni ist ein bekannter Aperitif-Cocktail, der sich durch seinen leicht bitteren Geschmack kennzeichnet und aus Campari, rotem Wermut und Gin besteht.

Tom Collins:
Dieser erfrischende Klassiker unter den Gin Cocktails wird ähnlich dem Gin Fizz hergestellt. Für einen Tom Collins ist die Verwendung von einem Old Tom Gin essenziell.

Dry Martini:
Bei diesem Cocktail kommt das Gin-Aroma besonders gut zu Geltung. Gemixt wird dieser Drink aus nur zwei Zutaten, nämlich Gin und trockenem Wermut.

Julep:
Der Julep wurde bereits 1803 erfunden und zählt auch zu den klassischen Gin-Cocktails. Für dieses Mixgetränk benötigen Sie neben Gin noch frische Minze, Limettensaft, Curacao und Soda.

Dies war jedoch nur ein kleiner Überblick über einige der bekanntesten Gin-Cocktails. Es gibt noch viele weitere leckere Sorten für Sie zu entdecken. Den idealen Gin kaufen Sie am besten gleich auf Sodeli.ch.


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